Bauweisen im Holzhausbau

Wann ist ein Holzhaus ein Holzhaus? Zunächst einmal muss ein Holzhaus nicht aussehen wie ein Holzhaus. Es definiert sich im Wesentlichen dadurch, dass alle statisch tragenden Wände auf einer Holzkonstruktion basieren. Somit gehören neben dem Massivholzhaus auch Fachwerkhäuser dazu. Ebenso Fertighäuser, deren Tragekonstruktion sich oft vollständig hinter Beplankungen aus Holzwerkstoffen oder anderen Materialien verbirgt.

Heute haben sich verschiedene Holzbauweisen etabliert. Im Wesentlichen unterscheidet man heute beim Holzhausbau die Segmente „Massivholzbauweise“ und „Leichtbauweise“.

Massivholzbauweise

In der Massivholzbauweise sind die „Brettstapelbauweise“ und die „Brettsperrholzbauweise“ sowie die „Blockbauweise“ weit verbreitet. Das Brunthaler-BaumHaus ist mit der MONOBLOCK-Bauweise eine der „massivsten“ und gleichzeitig natürlichsten Holzbauweisen.

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Brettstapelbauweise

Die Brettstapelbauweise ist eine Bauweise skandinavischen Ursprungs. Hier werden Bretter oder Bohlen mit einer Dicke von etwa zwei bis sechs Zentimetern zu meist stehend verbauten Wandelementen verbunden. Je nach Breite der Bretter entstehen so Rohwandstärken von etwa acht bis 24 Zentimetern. Die Verbindung der Bretter erfolgt durch Nägel, Holzdübel oder Leim.
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Blockbauweise

Die Blockbauweise ist eine der ältesten Massivholzbauweisen und basiert auf dem liegenden Verbau von Rundholz- oder Vierkantbohlen mit einer Dicke von ca. 10 bis 14 Zentimetern. Manchmal werden die Bohlen zu Balken mit einer Dicke von bis zu 24 Zentimetern verleimt. Zumeist jedoch ist die Konstruktion zweischalig mit einer in der Mitte liegenden Dämmschicht aufgebaut.

Aufgrund von Setzungen, die durch das weitere Austrocknen des verbauten Holzes entstehen können, müssen geeignete Maßnahmen gegen Spaltbildung getroffen werden. Vorgespannte Stahlseile finden hierfür oft Verwendung sowie Fugenbänder oder Quellschäume zwischen den einzelnen Bohlen.
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Brettsperrholzbauweise

Aus lageweise über Kreuz verbundenen Brettern (meist verleimt, teils geklammert) entstehen flächige Massivholzbauteile aus drei bis sieben Brettlagen. So werden Wand-, Boden- oder Deckenelemente großflächig vorgefertigt und anschließend Wandöffnungen für Türen und Fenster aus den Platten herausgeschnitten.

Brettsperrholzplatten werden als industrielle Rohware in Nicht-Sichtqualität hergestellt. Für Oberflächen in Sichtholzqualität können entsprechende Decklagen ergänzt werden.

Leichtbauweise

Die Leichtbauweise im Holzhausbau wird vor allem im Fertighausbau angewandt. Am häufigsten findet hier der "Holzrahmenbau" Anwendung, der mit nur kleinen konstruktiven Unterschieden auch als Holzständer- oder Holztafelbau bezeichnet wird.

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Holzrahmenbau

Der Holzrahmenbau besteht aus einem tragenden Gerüst aus überwiegend stehenden Holzbalken und -bohlen, welches mit Holz- oder Gipsfaserplatten beplankt und ausgesteift wird. Zwischen der äußeren und inneren Beplankung befindet sich Dämmmaterial. Die innen liegende Beplankung bildet in der Regel die winddichte Ebene und ist als Dampfbremse ausgefertigt. Die Ausgestaltung der Fassade und der Innenwände kann durch Putze oder Verkleidungen in vielfältiger Optik individualisiert werden.

Diese ursprünglich aus Nordamerika stammende Bauweise wird sehr häufig im Fertighausbau angewandt, da ein hoher Vorfertigungsgrad möglich ist.

Warum das Brunthaler-Holzhaus kein Fertighaus ist

Der hohe Vorfertigungsgrad und das anschließende Aufstellen der Bauelemente beim Brunthaler-Holzhaus mag an den Fertigungsprozess eines klassischen Fertighauses erinnern. Es gibt allerdings ganz wesentliche Unterschiede zwischen (Massiv-) Holzhaus und konventionellem Fertighaus.

So orientiert sich die industrielle Fertighausproduktion in der Regel an einem möglichst hohen Automatisierungsgrad im Herstellungsprozess, wodurch auch die Element- und Materialpaletten oft weitreichend standardisiert werden müssen. Nicht selten sind daher auch Teile von Wand-, Boden- und Deckenelementen vorgefertigte Lagerware.

Das Brunthaler-BaumHaus hingegen wird auch bei der Elementfertigung in hoch individualisierter handwerklicher Zimmererarbeit erstellt. Es gibt keine standardisierten oder modularen Elemente, keine Rastermaße, keine Typenserie oder Kataloghäuser. Es gibt detailreich geplante und gefertigte Vollholzhäuser, mit nahezu unendlichen architektonischen Spielräumen.

Ein Fertighaus muss auch nicht zwangsläufig aus Holz bestehen. Selbst wenn vom „Holz-Fertighaus“ gesprochen wird, ist der Massivholzanteil gering. Vielmehr werden verstärkt Verbund- und Holzwerkstoffe (MDF, OSB-, Multiplex-Platten etc.) sowie häufig synthetische Platten-Dämmmaterialien verbaut. Auch bei den Ständern dominieren zumeist Stahl- und Alu-Werkstoffe.

Beim Brunthaler-BaumHaus hingegen wird auf konstruktiven Materialmix sowie den Einsatz von Leim und Kunststoffen verzichtet. Brunthaler-BaumHäuser bestehen durch und durch aus Holz! Auch Dämmschichten bestehen nicht aus synthetischen Materialien, sondern aus Holzfasermaterial bzw. Zellulose. 

Die Philosophie des Fertighauses beruht zuvorderst auf kostengünstiger Produktion und Montage, die häufig von externen Montagetrupps durchgeführt werden. 

Wer weniger Wert auf natürliches Material bei den Baustoffen, auf die Ökobilanz seines Hauses und hohen Anteil handwerklicher Detailarbeit legt, ist heutzutage mit einem Fertighaus aus moderner Fertigung dennoch gut beraten.