Lärmschutz im Massivholzhaus

Für alle Bauweisen, ob Holzbau oder Steinbau, regelt die DIN 4109 die Anforderungen an den Schallschutz. Brunthaler-Massivholzhäuser erfüllen selbstverständlich die geltenden Schallschutz-Normen und können demgemäß auch den Anforderungen an erhöhten Schallschutz gerecht werden.

Ein kurzer Überblick

Beim Lärm- und Schallschutz geht es zum einen um folgende Arten der Schallübertragung:

  • Luftschall: Schallwellen, die sich über die Luft ausbreiten, wie Sprechen, Musik etc.
  • Körperschall: Schallwellen, die sich als Schwingungen in Bauteilen ausbreiten, wie beim Hämmern, Bohren, Klopfen, aber auch beim Betrieb von Haushaltsgeräten oder durch Möbelrücken etc. 
  • Trittschall ist eine Form des Körperschalls: Schallwellen, die sich durch das Gehen auf Böden, Decken und Treppen als Schwingungen in Bauteilen ausbreiten.

Zum anderen orientieren sich Schallschutzmaßnahmen auch an Lärmursachen und Schallquellen:

  • Umgebungslärm
    Verkehrslärm, aber auch Lärm von Sport-, Spielplätzen oder Veranstaltungsorten sind beispielhaft für oftmals störende akustische Beeinträchtigungen von außen. Da übermäßiger Lärm als gesundheitsgefährdend gilt, gibt es strenge Regeln, die bereits VOR dem Bauen berücksichtigt werden müssen. So werden zum Beispiel im Rahmen von Schallschutzgutachten schon bei der Erschließung von Baugebieten entsprechende Vorkehrungen getroffen. Dazu gehören etwa die räumliche Trennung von Gewerbe- und Wohngebieten oder auch Lärmschutzwände und -wälle. Daneben werden in Bebauungsplänen für entsprechende Lagen und Beeinträchtigungen oftmals weitere Schallschutzmaßnahmen, wie beispielsweise Schallschutzfenster, vorgeschrieben.
  • Geräusche haustechnischer Anlagen, aus benachbarten Wohnungen oder aus der eigenen Wohnung 
    Hier kommt es vornehmlich auf planerische und konstruktive Maßnahmen an. Die Ausbreitung von Körper- und Trittschall kann konstruktiv eingedämmt werden zum Beispiel durch elastische Lagerungen von Fußbodenaufbauten oder entkoppelte Wand-Deckenanschlüsse. Das effektive Zusammenwirken von unterschiedlich massiven oder elastischen Bauteilen sorgt also dafür, dass der Schall dort bleibt, wo er entsteht und sich nicht willkürlich im Haus ausbreiten kann.
    Nebenwege der Schallübertragung, wie etwa Luftschall über zentrale Lüftungsanlagen oder technische Geräusche über Rohrleitungen, werden bereits bei der Planung minimierend berücksichtigt.

Schließlich tragen raumakustische Eigenschaften von Wänden, Decken und Böden zum Lärmempfinden bei:

  • Wer kennt nicht den unangenehmen Hall in Räumen aus glatten, harten Wänden? Schallharte Oberflächen reflektieren die Schallwellen. Diesen störenden Widerhall empfinden wir als Lärm.
    Im Vergleich zu schallharten Stoffen wie Beton, Metall oder Glas reflektiert die poröse und weichere Massivholzoberfläche besonders im Zusammenwirken mit der Geometrie von Sichtbalkendecken weniger und zudem diffuser. Dadurch wird der Nachhall in Räumen spürbar reduziert. So tragen die massiven Naturbalkenwände und -decken im Brunthaler-BaumHaus zu einer angenehmen Raumakustik bei, die auch das Lärmempfinden mindert.

Fazit

Schallschutz ist sehr gut planbar. In Verbindung mit Planungs- und Konstruktionskompetenz kommt im Brunthaler-BaumHaus das natürliche Massivholz der MONOBLOCK-Bauweise auch dem inneren und äußeren Lärmschutz bestens entgegen. Mit Blick auf seine hohe waldnatürliche Holzmasse könnte man das Brunthaler-BaumHaus also durchaus auch als „Haus Waldesruh‘“ bezeichnen.