Holz kommt eigentlich in jedem Haus vor – als Baustoff für Wände, Dachstühle und Treppen oder auch als Fußboden und für Möbelstücke. Leider ist unser geliebter Naturbaustoff auch bei zahlreichen Insekten sehr beliebt. Grundsätzlich lassen sich Holzschädlinge in drei Kategorien einteilen. Da der Feuchtegrad im Holz entscheidend ist, wird zwischen Frisch-, Trocken- und Faulholzinsekten unterschieden. Die allseits bekannten Borkenkäfer beispielsweise befallen das frische Holz. Morsches oder altes Holz wird von Faulholzinsekten befallen. Für Hausbesitzer sind eigentlich nur die Trockenholzinsekten relevant, da nur sie größere Schäden an Häusern und Fassaden bzw. verarbeitetem Holz verursachen können.
Käfer
Zu den wichtigsten und wohl bekanntesten holzzerstörenden Insekten in unseren Breitengraden zählen Bockkäfer und Nagekäfer.
Der Hausbockkäfer gilt als der wichtigste Zerstörer von verbautem Nadelholz. Laubholz ist für seine Larven giftig. Er liebt warmes und feuchtes Klima wie es beispielsweise in unbeheizten Dachräumen und bei Dächern ohne Unterdeckung vorkommt. Raspelnde, vorzugsweise nachts und Ausfluglöcher im Holz sind typische Anzeichen eines Befalls.
Findet sich Bohrmehl rund um ein bis zwei Millimeter große Löcher im Holz ist dagegen vermutlich der gemeine Nagekäfer aktiv. Umgangssprachlich wird die Larve des gemeinen Nagekäfers Holzwurm genannt. Der Holzwurm hat es auf Laub- und Nadelhölzer abgesehen und bevorzugt feuchtes Holz mit einer Restfeuchte von mindestens zehn Prozent. Dabei kann Lagerholz ebenso befallen sein wie Möbel, Holztreppen oder Dachkonstruktionen. Je trockener das Holz ist, umso langsamer entwickeln sich die Larven. Ein Entwicklungszyklus kann bis zu 8 Jahren dauern. Die Larven fressen vorwiegend Splintholz, Kernholz wird deshalb nur selten befallen. Darin liegt ein großer Vorteil für BaumHaus-Besitzer, denn für unsere MONOBLOCK-Massivholzbalken wird nur gut getrocknetes massives Kernholz verwendet.
Wespen
Die hierzulande lebende Holzwespe ist ein Frischholzinsekt und benötigt saftfrisches Holz für ihre Entwicklung. Auch wenn die Fraßgänge bei der Sortierung manchmal übersehen werden, wird die Statik im Haus dadurch nicht beeinträchtigt und eine Bekämpfung eines Holzwespenbefalls im verbauten Holz ist nicht erforderlich.
Anders als diese harmlosen Holzwespen können die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe, die sich gerne unterirdisch in einem Erdloch im Garten ein Nest bauen zu Plagegeistern für Hausbewohner werden. In Gebäuden kommen eher die meist harmlosen sächsischen, die mittleren und die Waldwespen vor. Sie trifft man zumeist hinter Außenwandverkleidungen oder unter Holzterrassen an. Zum Bau ihrer Nester verwenden Sie Totholz bzw. bereits abgelöste Holzfasern, was zu den typischen Wespenfraßstellen führt. Holzfassaden oder Holzterrassen werden dabei allerdings nicht beschädigt. Im Laufe des natürlichen Verwitterungsprozesses des Holzes verschwinden die angeknabberten Stellen wieder von selbst.
Termiten
Termiten sind Zellulosefresser und kommen in mediterranen und tropischen Ländern etwa bis zum 40. nördlichen und südlichen Breitengrad vor. Sie sind nördlich der Alpen keine Bedrohung.
Ameisen
Ameisen im Haus können nicht nur lästig sein, sondern auch die Haltbarkeit tragender Bauteile gefährden. Allerdings besiedeln Ameisen kein intaktes Bauholz, sondern nur durch Insekten oder Pilze vorgeschädigtes Holz. Für Laien ist oft schwer zu unterscheiden, welche Ameisen vielleicht nur aufgrund von Nahrungssuche ins Haus kommen und welche materialschädlich sind.
Gefahrenabschätzung
Auch wenn die hier genannten Materialschädlinge keine gesundheitlichen Risiken für den Menschen bergen, können sie große Schäden am Haus verursachen, vor allem wenn sie tragende Bauteile befallen. Da es noch eine Vielzahl an weiteren Holzschädlingen gibt und das tatsächliche Ausmaß des Befalls für Laien nur schwer abzuschätzen ist, empfiehlt es sich im Verdachtsfall einen qualifizierten Sachverständigen hinzuzuziehen.
Gefahr für BaumHaus-Bewohner
Da Brunthaler Holzbau bei Auswahl, Trocknung und Verbau des Holzes auf höchste Qualität, langjährige Erfahrung und Zimmererkunst setzt, bieten die aufwändig und schonend getrockneten Massivholzbalken schon von Grund auf einen thermischen Holzschutz und sind für Holzschädlinge sicherlich nicht attraktiv. Sofern beispielsweise durch alte Holzmöbel oder minderwertige Holzdielen keine holzzerstörenden Insekten ins Haus geholt werden, sollte ein Brunthaler-BaumHaus also bestens geschützt sein.