Die MONOBLOCK-Idee – Der Baum in der Wand
Ein Massivholzhaus aus naturmassiven Balken. Naturstark für Generationen. Rein und pur für ein Stück Wald im Haus. Lernen Sie jetzt die einzigartige Vollholzbauweise aus hundertjährigen Bäumen kennen.
„Es hat mich schon lange gestört, dass man den Baumstamm zuerst in Bretter sägen muss, um sie dann wieder zu balkendicken Wänden zusammenzufügen. Die naturmassive Holzbalkenwand, wie ich sie mir damals vorstellte, war aber kaum realisierbar. Es gab einfach die dafür notwendigen Vollholzbalken nicht in der nötigen Abmessung. Erst mithilfe regionaler Waldbauern und ihren Plenterwäldern konnten wir die Idee der Naturbalkenwand umsetzen.“
Walter Brunthaler, Zimmerermeister
Kein Stückwerk,
sondern in einem Stück
Für viele Massivholzbauweisen werden Bretter oder Bohlen lagenweise zu dickeren Massivholz-Wandscheiben verbunden. Mit der MONOBLOCK-Bauweise hingegen fertigen wir die Wände aus Vollholzbalken*, die bereits in Wanddicke aus dem Stamm gesägt werden. Diese Naturbalken verbauen wir aufrecht stehend zu hochstabilen Massivholzwänden – ohne Leim, Kunststoff, Metall und Bauchemie. Frei von künstlichen Schadstoffen entstehen so besonders tragstarke und bewegungsfreie Naturbalkenwände in hochwertiger Sichtholzqualität.
Kern der MONOBLOCK-Bauweise ist der stehend zu Trag- und Sichtwänden verbaute Vollholzbalken.
Warum MONOBLOCK?
Naturmassives Vollholz und Zimmerer-Know-how: Die Vorteile der Brunthaler-MONOBLOCK-Bauweise stecken in vielen Details:
So entsteht die MONOBLOCK-Wand
Die naturmassive Holzwand in MONOBLOCK-Bauweise stellt einige besondere Anforderungen an Verarbeitung und Zimmerer-Know-how wie auch an den Baum selbst.
Vom Baumstamm
zum Rohbalken
Aus den mächtigen Baumstämmen mindestens hundertjähriger Bäume werden jeweils zwei Balken gesägt. Jeder entspricht im Querschnitt bereits der tragenden Wandstärke.
Holz 100-jähriger Bäume – Vollholz statt nur Massivholz
So kann man von „natürlich gewachsenen“ Balken sprechen, denn sie werden nicht aus Brettern oder Bohlen zusammengebaut – Was auch ihre besondere Tragkraft erklärt. Die MONOBLOCK-Bauweise ist daher nicht nur eine Massivholzbauweise, sondern eine Vollholzbauweise.
Vom Rohbalken zum MONOBLOCK-Balken
Die Rohbalken aus dem Sägewerk trocknen wir in unseren Trocknungsanlagen langsam und schonend auf eine Restfeuchte von nur rund zwölf Prozent. Die schonende Trocknung und der fast an Möbelholz heranreichende Trocknungsgrad vermeiden Verfärbungen und Pilzschäden am Holz wie auch Materialspannungen, Materialschwund und Rissbildung. Deshalb gibt es auch kein Knarzen und Knacken der fertigen Holzwände.
Spezielle Holztrocknung – kein Knarren und Knarzen und natürlicher Schutz vor Holzschädlingen
Gleichzeitig wird das Rohholz durcherhitzt, um Holzschädlinge abzutöten. Dadurch bleibt das Holz auch für Trockenholzschädlinge unattraktiv. Dieser thermische Holzschutz ist ein zuverlässiges Verfahren, das keine Auswirkungen auf die Holzqualität hat.
Die hochwertigen Rohbalken hobeln und profilieren wir schließlich auf ihr Endmaß zu raumhohen MONOBLOCK-Vollholzbalken in Sichtholzqualität.
Vom MONOBLOCK-Balken zur MONOBLOCK-Wandscheibe
Ein Balken allein macht natürlich noch keine Wand. Leim- und metallfrei bauen wir aus den profilierten Naturbalken aufrecht stehend hochstabile und verwindungsfeste Wandscheiben.
Handwerkliche Zimmererqualität – chemiefreie Zapfenverbindung profilierter Naturbalken
Diese naturmassiven neun Zentimeter dicken Wandscheiben sind die tragenden Elemente des Massivholzhauses. Aus ihnen entstehen dann die Außenwände und die tragenden Innenwände. Also all jene Wände, die zur Tragkonstruktion des Hauses gehören.
Vom MONOBLOCK zur Naturbalkenwand
Die MONOBLOCK-Naturbalkenwand fertigen wir in hochwertiger Sichtholzqualität. Sie bietet daher eine fertige Wandoberfläche in Original-MONOBLOCK-Optik. Sie kann also im Originalzustand belassen oder zum Beispiel verputzt, gestrichen oder verkleidet werden
Hochwertige Sichtholzqualität – fix-und-fertige Wandoberflächen
Für die Außenwand bringen wir an die raumseitige MONOBLOCK-Wandscheibe Fassadendämmung und Fassade an. Optional als Innenwand ist die MONOBLOCK-Wandscheibe bereits eine fertige Wand.
Von der MONOBLOCK-Wand zum Naturhaus
Die zimmerermäßige Konstruktion der naturmassiven Balkenwände mit ihrer hohen Tragkraft eröffnet Spielräume für besondere architektonische Kreativität. So entstehen starke, langlebige Holz-Wohnhäuser mit ganz persönlicher Note und unvergleichlicher Waldatmosphäre im Haus.
Das individuelle Zimmerer-Holzhaus mit der einzigartigen Naturbalkenwand aus 100-jährigen Bäumen.
Ökologie des MONOBLOCKS
Die MONOBLOCK-Bauweise folgt dem Prinzip, der Natur ihre Natürlichkeit zu erhalten – im Naturraum Wald wie auch im Lebensraum Haus. Das macht sie zu einer ökologisch besonders wertvollen Bauweise.
Von Wäldern und Bäumen
In unseren Wäldern stehen immer mehr ältere, dicke Bäume. Als Bauholz sind diese für die Forst- und Bauholzwirtschaft wenig geeignet. Denn moderne Säge- und Profilspanerwerke konzentrieren sich in der Regel auf die Verarbeitung von kleineren und mittelstarken Baumstämmen, die bislang meist aus monokulturellen Wirtschaftswäldern mit altersgleichem Bestand stammen.
Eine Folge: Unser Wald überaltert.
Ein so dichter und alter Baumbestand ist anfälliger für Schädlingsbefall, Klimastress und Unwetterschäden. Und er erschwert den klimabedingt notwendigen Umbau unserer Wälder.
Der 100-jährige Baum
Für die MONOBLOCK-Bauweise hingegen werden eben alte Bäume mit größerem Stammdurchmesser geerntet. Einzeln und zur Winterzeit, bei möglichst gefrorenem Waldboden, werden sie bodenschonend aus dem Bestand genommen. Die Einwirkungen auf das Ökosystem Wald bleiben dadurch kurzzeitig, geringflächig und behutsam.
Dort, wo ein solcher Baum gefällt wurde, bleibt die Natur für wieder 100 Jahre unberührt.
Durch die Einzelentnahme werden sogenannte Plenterwälder* mit hoher Arten- und Altersvielfalt gefördert. Der Naturraum Wald wird belebt, verjüngt und sein Eigenschutz gestärkt. Ein Prinzip, das immer mehr Verbreitung findet. So kommt das Holz für die MONOBLOCK-Bauweise aus den wohl widerstands- und regenerationsfähigsten Wäldern Bayerns.
„Ich liebe meinen eigenen Wald. Von Kindheit an habe ich gelernt, wie stark und mächtig, gleichzeitig aber auch verletzlich und sensibel er ist. Ich erhalte ihm seine eigene Natürlichkeit und Vielfalt und sorge damit für Harmonie zwischen Geben und Nehmen.“
Walter Brunthaler, Zimmerermeister
Der Holzvorrat steigt weiter an
Trotz teils massiver Unwetterschäden und Schädlingsbefall ist der Holzvorrat in Deutschland in den letzten Jahrzehnten stetig angestiegen. Und es wächst weiterhin mehr Holz nach als verbraucht wird.
In weniger als einer Minute wächst in den bayerischen Wäldern das Holz für ein ganzes Einfamilien-Holzhaus nach.
Selbst wenn künftig alle Wohnhäuser in Bayern aus Holz gebaut werden würden – das wären jährlich knapp 20.000 – würde der Holzvorrat in unseren Wäldern immer noch zunehmen.
Ein Blick auf die CO₂-Bilanz
Unsere MONOBLOCK-Massivholzhäuser entstehen aus dem Holz heimischer und nachhaltig bewirtschafteter Wälder. Während der gesamten Nutzungsdauer ist im Holz CO₂ klimaneutral gespeichert. Und am Ende seiner Nutzung wird aus dem Haus wieder ein 100 Prozent umweltverträglicher Wertstoff.
Ein paar Zahlen hierzu:
- Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit etwa 150 m2 Bruttoraumfläche in MONOBLOCK-Bauweise besteht aus ca. 85 m3 massivem Holz.
- Bis zur Fertigstellung werden dafür rund 388.000 Mega-Joule Primärenergie aufgewendet und insgesamt 42.000 kg CO2-Äquivalent dauerhaft gespeichert und somit der Atmosphäre entzogen.
- Jede andere Bauweise verbraucht mindestens das 1,5-fache an Primärenergie und belastet die Atmosphäre mit mindestens 30.000 kg CO2-Äquivalent!